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Das zweiflügelige barocke Gebäude mit seinen Privat- und Repräsentationsräumen ist ein Dokument der adeligen Wohnkultur im Weimar des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Raumgestaltung und Deckenbilder, Mobiliar und Kunstgegenstände ergänzen sich harmonisch zu einem "Bilderbuch des guten Geschmacks". Ursprünglich für den Weimarer Minister von Fritsch 1767-1769 errichtet, nutzte es Herzogin Anna Amalia nach dem Brand des Stadtschlosses als Stadtwohnung. Nach ihrem Tod wurde daraus Gästequartier und Versammlungsort der Freimaurerloge Amalia. Hier tagte der erste Thüringer Landtag und von 1848-1860 beherbergte es das Lesemuseum. Das Tafelrunden-Zimmer war Treffpunkt für gesellige Anlässe der Prominenz.

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